Was wäre, wenn...?

„Alternative Versionen der Harry Potter Welt“

13.10.2026
Was wäre, wenn... Remus Lupin seinen Wolfsbanntrank nicht vergessen hätte?
Manchmal reicht ein einziger Fehler, um das Schicksal einer ganzen Welt zu verändern. Doch was wäre, wenn dieser Fehler niemals passiert wäre?

Es ist eine der entscheidenden Nächte des dritten Schuljahres: In der Heulenden Hütte treffen Harry, Ron und Hermine auf Sirius Black, den Mann, den sie bis dahin für einen gefährlichen Mörder gehalten haben. Doch die Wahrheit ist eine ganz andere. Sirius ist unschuldig. Der wahre Verräter, Peter Pettigrew, hat sich jahrelang versteckt und das ausgerechnet in Gestalt von Rons Ratte Krätze. Endlich scheint die Wahrheit ans Licht zu kommen. Pettigrew wird enttarnt, Sirius kann seine Unschuld erklären und Harry erfährt, dass der vermeintliche Mörder in Wirklichkeit sein Pate ist. Doch dann geschieht etwas, das alles verändert: Remus Lupin hat seinen Wolfsbanntrank vergessen.
Durch den Vollmond verliert er die Kontrolle über sich selbst. Das Chaos bricht aus, Pettigrew entkommt und Sirius muss erneut fliehen. Ein unschuldiger Mann bleibt somit weiterhin ein gesuchter Verbrecher, während der eigentliche Schuldige ungehindert in die Welt hinausläuft.

Aber was wäre passiert, wenn Remus den Trank rechtzeitig eingenommen hätte? Eine Nacht, die alles verändert hätte, wenn sie nur ein klitzekleines Bisschen anders abgelaufen wäre.
Stellen wir uns vor, Remus hätte an diesem Abend rechtzeitig an seinen Trank gedacht und die Verwandlung hätte ihn nicht unkontrolliert übermannt. Die Situation in der Heulenden Hütte wäre vermutlich deutlich ruhiger verlaufen. Harry, Ron und Hermine hätten gemeinsam mit Remus und Sirius dafür sorgen können, dass Peter Pettigrew nicht entkommt.
Natürlich wäre damit noch nicht automatisch alles geklärt gewesen. Pettigrew hätte den Behörden übergeben werden und seine Aussagen hätten überprüft werden müssen. Doch mit einem lebenden Peter Pettigrew als Beweis hätte Sirius endlich eine echte Chance gehabt, seine Unschuld zu beweisen. Zwölf Jahre lang war er als Verräter und Mörder verurteilt worden, obwohl er in Wahrheit selbst Opfer von Pettigrews Verrat geworden war.
Mit Pettigrews Enttarnung hätte sich das Bild der Vergangenheit grundlegend verändert. Sirius hätte möglicherweise seine Freiheit zurückerlangt und wäre nicht länger gezwungen gewesen, sich vor dem Zaubereiministerium zu verstecken. Und für Harry hätte das eine ganz besondere Bedeutung gehabt, denn Harry hätte endlich ein Zuhause bekommen.
Seit dem Tod seiner Eltern war Harry bei den Dursleys aufgewachsen. Ein Zuhause, in dem er sich wirklich willkommen fühlte, hatte er dort nie gefunden. Mit Sirius an seiner Seite hätte sich das möglicherweise schlagartig geändert.
Als Harrys Pate hätte Sirius nicht nur eine Verbindung zu seiner Vergangenheit dargestellt, sondern auch die Chance auf eine gemeinsame Zukunft geboten. Vielleicht hätte Harry schon nach seinem dritten Schuljahr bei ihm leben können. Keine Sommerferien mehr, die er fürchten musste, kein Gefühl, nur geduldet zu sein, und endlich ein Erwachsener, der sich aus freien Stücken um ihn kümmern wollte.
Für Harry wäre das vermutlich mehr gewesen als ein neues Zuhause. Er hätte einen Teil seiner Familie zurückgewonnen, den er bisher nur aus Erzählungen kannte. Sirius hätte ihm Geschichten über James und Lily erzählen können, und Harry hätte die Möglichkeit gehabt, seine Eltern durch die Erinnerungen eines Menschen kennenzulernen, der sie wirklich geliebt hatte.
Auch Sirius selbst hätte davon profitiert. Statt weitere Jahre auf der Flucht zu verbringen, hätte er die Chance bekommen, sein Leben wieder aufzubauen und die verlorene Zeit mit seinem Patensohn nachzuholen.

Doch die Folgen hätten sich nicht nur auf Harry und Sirius beschränkt. Auch Voldemorts Zukunft hätte möglicherweise ganz anders ausgesehen.
Peter Pettigrew war keineswegs ein unbedeutender Mitläufer. Er spielte eine zentrale Rolle bei Voldemorts Rückkehr, indem er sich seinem früheren Meister anschloss und schließlich dabei half, ihm einen neuen Körper zu verschaffen. Ohne Pettigrew wäre dieser Plan zumindest erheblich erschwert oder verzögert worden.
Wäre er nach den Ereignissen in der Heulenden Hütte gefangen genommen worden, hätte Voldemort einen seiner zu diesem Zeitpunkt wichtigsten Unterstützer verloren. Zudem hätte Pettigrews Verhaftung die Möglichkeit eröffnet, seine Verbindungen zu den Todessern und seine Rolle beim Verrat an Harrys Eltern genauer zu untersuchen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Voldemorts Rückkehr damit endgültig verhindert worden wäre. Der Dunkle Lord hätte weiterhin nach einem Weg suchen können, seine Macht zurückzugewinnen. Doch ohne Pettigrew wären möglicherweise die Ereignisse des vierten Schuljahres völlig anders verlaufen.
Vielleicht hätte es den Trimagischen Turnier gar nicht in der bekannten Form gegeben. Vielleicht wäre Harry nie auf dieselbe Weise in Voldemorts Wiedergeburt hineingezogen worden. Und vielleicht hätte die Zaubererwelt mehr Zeit gehabt, sich auf die drohende Gefahr vorzubereiten.
Wie genau sich diese alternative Zukunft entwickelt hätte, lässt sich natürlich nicht mit Sicherheit sagen. Aber eines ist klar: Pettigrews Flucht war weit mehr als nur ein unglücklicher Zufall.

Natürlich hätte auch diese alternative Geschichte ihre eigenen Herausforderungen mit sich gebracht. Doch vielleicht wäre die größte Veränderung gar nicht auf dem Schlachtfeld geschehen, sondern in Harrys Alltag: Ein Junge, der seine Eltern verloren hatte, hätte endlich die Chance bekommen, bei jemandem aufzuwachsen, der ihn von Anfang an geliebt hatte.
Und genau das macht dieses Was-wäre-wenn-Szenario so faszinierend. Es hätte damals keinen mächtigen Zauber, keine Prophezeiung und keine heldenhafte Entscheidung gebraucht. Nur einen rechtzeitig eingenommenen Trank.
Aber was meint ihr? Hätte Sirius als Harrys Vormund Voldemorts Rückkehr verhindern können, oder hätte der Dunkle Lord früher oder später trotzdem einen Weg zurück an die Macht gefunden?

Bis zum nächsten Mal!
#AweSoMe

~ Mahri ~